Juli 2026 Deutschland


Mittwoch, den 01.07.2026    von Biblis nach Wiesbaden

Still ruht der See, der Himmel ist wolkenverhangen und in der Ferne ist Donner zu hören. Aber es bleibt trocken.

Der alte Vater Rhein, herangewachsen zu einem mächtigen Strom, wenn ich noch an den Bach denke, den ich in der Schweiz gesehen habe!

Ein Nebenarm vom Rhein

Was hat der Künstler sich dabei gedacht? Es liegt im Auge des Betrachters, ich sehe einen Hasen darin.

Ich bin wieder auf dem Damm. 

Viele abgeerntete oder kurz davorstehende Kornfelder sehe ich. Die Stoppelfelder verbinde ich immer gedanklich mit Herbst, Wind und Drachensteigenlassen. Leichten Gegenwind hatte ich auch, hätte für den Drachen gereicht.

Blick auf das Cockpit vom Norwid2

Um 13:00 Uhr stehe ich schon an der Rezeption vom Maaraue-Campingplatz in Wiesbaden, welcher die Landeshauptstadt von Hessen ist. 

Der Platz liegt genau gegenüber von der Landeshauptstadt Mainz von Rheinland-Pfalz, die Grenze verläuft mitten durch den Rhein. Gabi und ich haben diesem Platz des Öfteren schon einen Besuch abgestattet.

Meine Radlerkluft waschen und kochen, das steht oben an auf meiner Agenda. Zum Versenden des Tagesberichts muss ich zum Biergarten. Dort ist WLAN und bestimmt auch noch ein kühles Bier. "Man gönnt sich ja sonst nichts."


Tagesdaten: 60 km/4:00 Std. Fahrzeit/202 m Anstieg und 210m Abstieg





Donnerstag, den 02.07.2026   von Wiesbaden bis Koblenz

Vor der Skyline von Mainz. Um 6:55 Uhr ist Abfahrt. Um sieben Uhr bin ich in Mainz.

Das Garmin schickt mich in die Weinberge


Ins Navi gebe ich Bingen ein, kürzeste Distanz. Das war bestimmt die kürzeste und schönste Route, aber auf die 35 km bis Bingen 364 m Anstieg und gleich viel Abstieg.

Bei der Abfahrt nach Bingen schöne Ausblicke.

An der Nahemündung

Der Mittelrhein ist immer wieder schön, und obwohl ich hier bestimmt schon ein Dutzendmal gefahren bin, gibt es immer wieder was zu entdecken.

Wie der Eisenkäfig, der am Turm hängt. Die Verbrecher, die dort zur Schau gestellt wurden, haben das wohl selten überlebt.

Die Stadt Kaub mit der Burg Pfalzgrafenstein.

Die Kunstterrasse

Wenn ich dieses Bild sehe, weiß ich, ich bin in Koblenz.

Das Deutsche Eck. Gesehen vom Knaus Campingpark Koblenz.


Der Himmel hat sich zugezogen, sodass ich mich beeilen muss, das Lager aufzubauen. Außer ein paar Tropfen ist es aber noch trocken geblieben. Auf Gabis Empfehlung gehe ich im Restaurant auf dem Platz essen. Mal schauen, ob es so gut ist, wie Gabi erzählt hat. Hunger habe ich genug.


Tagesdaten: 103 km/6:30 Std. Fahrzeit/542 m Auf- und Abstieg.





Freitag, den 03.07.2026: Von Koblenz zum Camping Köln Kesselberg

Genau wie am Tag zuvor. Abends sieht es nach Regen aus und morgens ist kein Wölkchen mehr am Himmel auszumachen. Ich habe vor, auf der linken Rheinseite zu bleiben.

Die Markierungen der Hochwasserstände sind schon beeindruckend.

Das ist die Nette, die hier in den Rhein fließt. Nicht zu verwechseln mit der Dülkener Nette.

Andernach – ein schöner und interessanter Ort an der Rheinschiene.


Ein alter Meilenstein, den ich kurz nach Andernach entdeckt habe.

Wenn der Berg mit den zwei Burgen in Sicht kommt, bin ich kurz vor Bonn und am Campingplatz Gnienau, den ich meist als ersten anfahre, wenn ich nach Süden fahre.

Das ist die berühmte Bonner Brücke, die nach 40 Jahren wegen akuter Mängel komplett gesperrt werden musste. Das riecht doch nach Pfusch am Bau.

Ein knusper Häuschen in einem Vorort von Köln. Ich wollte nicht bei Camping Berger mein Zelt aufbauen, dann hätte ich morgen als Erstes die Fahrt durch die Kölner Altstadt gehabt. So ist es vielleicht etwas entspannter, um nach Ratingen zu kommen.

Köln ist immer eine Reise wert. Hier stehe ich am Schokoladen Museum.

Der Campingplatz Köln Kesselberg ist direkt am Rhein gelegen. Den haben wir, Gabi und ich, auch schon besucht. Gut und unschlagbar günstig mit 11 €, nur kein free wifi, schade. Morgen werde ich meinem Sohn Ingo in seinem Fotofachgeschäft in Ratingen auf der Oberstr. 9 besuchen, bevor ich dann nach Hause pedale.


Tagesdaten: 114 km/7:05 Std. Zeit in Bewegung/325 m Anstieg und 344 m Abstieg






Samstag, den 04.07. 2026 von Köln Kesselberg über Ratingen nach Dülken


Heute schlafe ich bis sechs Uhr und bin um 8 Uhr 15 startbereit. T-Shirt-Wetter und wolkenloser Himmel wie die letzten Tage auch.

Die Gaststätte am Camping Kesselberg Köln „Kesselberger Gretchen“

Nach 18 km durch industriegeprägte Landschaften, tauchen die Wahrzeichen von Düsseldorf vor mir auf.

Über die Brücke, wie alt ist sie? Hält sie?

Schöne und gut sichtbare Fahrradwege im Zentrum von Düsseldorf

Photo Porst in Ratingen

Ingo in seinem Element


Nach einer Stunde mache ich mich auf den Heimweg.es sind ja nur noch 48 km bis Dülken.

Im Eissalon hole ich mir ein Eis und fahre nach Hause.


Den Rückblick auf die Reise  und die Statistik werde ich in den nächsten Tagen nachreichen.


Tagesdaten: 88 km/5:55 Std. Zeit in Fahrt/329 m Anstieg und 280 m Abstieg




Resümee und Statistik der Nordafrika-Tour vom 29.03.2026 bis 04.07.2026


Eine tolle Tour mit schönen Erlebnissen und interessanten Begegnungen. In Algerien war das Reisen mit dem Fahrrad schwierig, da sie nicht auf Individualreisende eingestellt sind. Außerhalb der großen Städte fehlt die touristische Infrastruktur, da kann, zum Beispiel, das Beschaffen von Bargeld zum Problem werden. In Tunesien ist das kein Problem, eher das heiße Wetter im Süden des Landes am Rande der Sahara. Ein Monat früher wäre da besser gewesen.


Statistik: 98 Tage war ich unterwegs. Davon war ich 67 Tage mit dem Fahrrad. Mein Kilometerzähler zeigt 6400 km an. Davon entfallen 1339 km auf die zwei Fährfahrten.

Mit dem Rad: 5061 km / 336 Std. im Sattel gesessen / 25.846 m Anstieg und 25.478 m Abstieg bewältigt. Nur einen Platten habe ich flicken müssen.