April 2026 Deutschland - Nord Afrika



Mittwoch, 01.04.2026 Von Mainz nach Mannheim


Gestern Abend trudelten doch noch ein Radler Paar ein. Martin und Annika aus Wuppertal. Sie haben richtig gekocht, wie Gabi das macht, wenn wir zusammen auf Tour sind. In der Nacht war es Sternenklar und lausig kalt. Das Kondenswasser auf dem Innenzelt war gefroren. Um 9:00 Uhr bin ich startklar und kann mich noch bei Martin verabschieden der gerade aufgestanden ist.
Da habe ich mich heute selber in den April geschickt. Bis zur ersten Stadt, wo dann die Geschäfte alle geöffnet waren, habe ich noch gedacht am 1. Mai „Tag der Arbeit“ ist doch ein Feiertag.

Schöne Pausenhütte

Immer am Deich entlang. So geht es fast den ganzen Tag bis kurz vor Mannheim.

Schilderwald

Den Neckar überquere ich bei Mannheim


Um 16:50 Uhr stehe ich vor dem Campingplatz Strandbad Mannheim und werde vom Chef herzlich begrüßt der mich noch vom letzten Jahr kennt.


Tagesdaten: 91 Km / 5:50 Std. Zeit in Fahrt / 211m Anstieg und 173m Abstieg.




Donnerstag, den 02.04.2026 Von Mannheim nach Lauterbourg (F)


Die Nacht war mit Abstand die kälteste auf der Tour. Das Wasser im Wassersack, den ich vor dem Zelt vergessen hatte, war gefroren. Das gefrorene Kondenswasser auf dem Innenzelt blättert ab wie eine Beschichtung.

Und diese Natur pur ist es allemal Wert mal ein paar Unannehmlichkeiten in Kauf zu nehmen.

Von der sympathischen Pächterin, die mich noch aus dem Vorjahr kennt, soll ich meiner Frau Gabi viele Grüße bestellen. Start der Tagesetappe Nr. 5 um 9 Uhr 45.

Die Fähre nach Altrip au die linksrheinische Seite.

Der eingerüstete Dom zu Speyer

Pause am Rheinradweg 15

Die Mistel pflanze meist hoch oben in den Pappeln zu bewundern.

Auf dem Camping des Mouettes de Lauterbourg in Frankreich wo ich nicht zum Ersten mal übernachte. Schöner gepflegter Platz.


Tagesdaten: 87 Km / 5:15 Std. Zeit in Bewegung / 16, 4 Durchschnittsgeschwindigkeit

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen meinen Lesern bedanken für das Interesse an meinen Reisen und Danken für die guten Wünsche die viele mir ins Gästebuch geschrieben haben. Ganz besonders gilt mein Dank meinem Sohn Ingo der jeden Tag, den ich auf Achse bin, die Web Seite pflegt. Ohne ihn wäre diese Berichterstattung so nicht möglich.




Freitag, den 03.04.2026   Von Lauterbourg nach Kehl.  Tag 6. der Tour.


Die Nacht war nicht mehr frostig und ich schaffe es um 8 Uhr 40 auf der Straße zu sein.

Dieses Wegekreuz erinnert mich daran das die Römer ca. im Jahre 30-33 den Palästinenser Jesus ans Kreuz genagelt haben und wir heute den Karfreitag begehen.

Auf dem französischen Rheinradweg


Um 11:00Uhr kommt die Sonne raus und ich brauche mal eine von Pamelas handgerollten Powerballs, denn der kleine Hunger meldet sich.

Immer wieder tun sich neue Ausblicke auf.


Bei Tageskilometer 50 hat mein Rad wieder Vaterland unter den Reifen.

Zelttrocknen am Rheinufer und meine Teepause ist auch fällig.

Ein Meilenstein am Rheinufer fällt mir auf.

Mein Stellplatz auf dem Campingplatz Kehl mit überdachtem Tisch und Bänke.


Da heute die Geschäfte in Deutschland und Frankreich geschlossen sind, gehe ich mal lecker Essen im Restaurant auf dem Platz. War echt gut. Man gönnt sich ja sonst nichts.


Tagesdaten: 70 Km / 4:40 Std. Zeit in Fahrt /14,9 Km/h Schnitt / 105 m Anstieg und 82 m Abstieg.




Ostersamstag den 04.04.2026 der 7. Tag der Tour / Heute von Kehl nach Hochstetten am Kaiserstuhl

Der Zubringer zum R15


Bei leichtem Südwind, der für mich schon ein wenig nach Nordafrika schmeckt, verlasse ich den Campingplatz und radele meist auf erdgebundene Piste, auf dem Rheindamm Richtung Süden.

Das Gebäude passt überhaupt nicht in die Landschaft, mit ihren größtenteils alten Fachwerkhäusern.

Auf dem Deich an einem kleinen Hafen verspeise ich einen knackigen Apfel. Um 11:00 Uhr setze ich mit der kostenlosen Fähre rüber nach Rhinau (F) ab hier auf der kaum befahrenen D52 und auf feinstem Asphalt bis zur Mittagspause.

Kein Wunder, wer die Preise an den Tankstellen sieht lässt das Auto einfach stehen.


Bei Tageskilometer 66 mache ich wieder rüber nach Deutschland zum Ostereinkauf bei EDEKA.

Proviant für zwei Tage habe ich gebunkert. Jetzt den Campingplatz Münsterblick am Kaiserstuhl finden.

Dunkle Wolken ziehen auf.

So schnell wie sie gekommen sind, haben sie sich verflüchtigt und geben den Blick frei auf den Schwarzwald.

Neben dem Gasthof zum Adler ist die Einfahrt zum Camping Münsterblick. Bis ich auf meiner Parzelle bin, sind es 17:30 Uhr.

Tagesdaten: 92 Km /6 Std. Zeit in Fahrt / 195 m Anstieg und 142 m Abstieg.



Ostersonntag den 05.04.2026   Von Hochstetten nach Neuenburg am Rhein.


Gestern Abend habe ich im Netz den Dreiländercamping Gugel gefunden, der auch Waschmaschine und Trockner auf dem Platz hat, denn ich möchte einen Tag pausieren und meine Schmutzwäsche dort waschen. Ich glaube, auf dem Platz war ich auch schon.

Einen Osterhasen, für den Radträumer bringen mir heute Morgen Bärbel und Bernhard. Sie stehen mit ihrem Camping Bully fast neben mir. Sie erzählen das sie sonst auch mit Fahrrad und Zelt unterwegs sind. Ich lasse es ruhig angehen denn ich brauche erst um 14:00Uhr auf dem nächsten Platz zu sein, der nur 36 Km entfernt ist. Um 11:00 verlasse ich den Platz und radle bei schönstem Sonnenwetter los.

Mal ein interessantes Wegekreuz.

Und noch ein Osterhase

Wenn, dieses Rad erzählen könnte.


Es ist warm geworden, heute ist der erste Tag, den ich ohne wärmende Jacke radeln kann. Dafür muss ich ordentlich gegen den Wind ankämpfen. Kurz vor dem Ende der Mittagspause stehe ich an der Rezeption am Dreiländercamping Gugel. Von Nicole der jungen Dame, bei der ich heute Morgen telefonisch reserviert habe, werde ich auch nun bedient und buche für zwei Nächte.

Der Platz ist fast ausgebucht, nur auf der Zeltwiese bin ich der einzige Camper. Nicole lässt mir ein Stromkabel bis zum Zelt legen damit ich meine Geräte aufladen kann. Danke Nicole


Tagesdaten: 36 Km / 2:30 Std. Fahrzeit / gesamte Strecke bis hier 662 Kilometer/




Ostermontag den 06.04.2026 Pausen Tag

Das war mein Ostersonntag Gute Nacht Bier.

Bis 9:00 liege ich im Zelt, dann weckt mich die Sonne und ich Frühstücke unter einem makellos blauen Himmel. Die Waschmaschine ist schon befüllt und macht ihre Arbeit. Nach einer guten Stunde räume ich die Wäsche in den Trockner, der auch noch mal die gleiche Zeit braucht. Das Rad durchsehen, die  Kette reinigen, und den Schlauch flicken den ich am 3. Radtag platt gefahren habe. Das sind oft viele Kleinigkeiten die an solchen Tagen erledigt werden. Mein Sohn Ingo ruft mich an und wenig später meine Tochter Pamela, Emma, Martha und Sebastian die sich zum Kaffee bei Martha treffen.

Schlangestehen kurz bevor die Rezeption um 14:00 wieder öffnet.

Aus dem Kiosk wo ich schon heute Morgen die Brötchen geholt habe, bringe ich mir eine Apfeltasche zum Kaffee mit.

Im Aufenthaltsraum wo ich gerade diesen Text ins Schreibprogramm tippe, trinke ich mir einen Ostermontags  Urtrunk aus Freiburg, echt lecker.


Für 18:30 habe ich beim Italiener einen Tisch reserviert, denn gestern habe ich gekocht. Heute darf es etwas mehr sein.
Morgen beginnt die Etappe durch Frankreich, die mich bis runter nach Marseille ans Mittelmeer führen soll.



Dienstag, den 07.04.2026 Von Neuenburg am Rhein ( D) bis Mandeure ( F)


Wie geplant starte ich um acht Uhr in den ersten Radtag der zweiten Etappe

  • Etappe 1. Von Dülken am linken Niederrhein bis Neuenburg am Rhein.
  • Etappe 2. Von Neuenburg am Rhein bis Marseille am Mittelmeer und Fähre nach Algier.
  • Etappe 3. Tour durch Algerien bis Grenze Tunesien.
  • Etappe 4. Rund reise durch Tunesien und Fähre nach Marseille.
  • Etappe 5. Von Marseille die Rhone und später an der Maas entlang nach Hause.

Zuerst pedale ich zurück nach Neuenburg wo ich über die Rheinbrücke nach Frankreich einreise. Nachdem ich die üblichen Industriegebiete und Hafenanlagen hinter mir gelassen habe, wird der Verkehr schnell ruhiger.

Schönes Bild, konnte nicht weiter zurück gehen.

Beschilderung Velo 6

Am Rhein-Rhone Kanal

Cooler Spruch könnte von mir sein. “Das Rad dreht sich, erfinde dich neu“

Nach mehrfachen steilen Auf und Abstiegen, siehe Tagesdaten, kommt endlich das Ende der letzten Steigung und die Straße fällt steil bergab runter ins Doubs Tal. Ich sehe noch die Schilder, die im Winter auf eine Kettenpflicht hinweisen.


Aktuell sind es in der Sonne 32Grad und ich bin echt froh, dass der Campingplatz in Sicht kommt. Doch der Platz hat noch geschlossen. Ein Paar aus Dänemark, welches mit dem Womo auf Tour ist, hat eine franz. Campingcard, womit ich Wasser bekomme. Strom ist offen, dann ist doch alles Bestens.

Meine Bleibe für heute, ich wäre auch keinen Meter mehr gefahren.

Tagesdaten: 95 Km / 6:25 Std. Zeit in Fahrt / 672 m Anstieg und 537 m Abstieg.



Mittwoch, den 08.04.2026 Von Mondeure bis Valdahon 2. Radtag der 2. Etappe.


Einen herzlichen Glückwunsch an meinen Freund Walter Mees der heute seinen Namenstag feiert. Meine Leute aus der Alten WG Boisheimerstr. haben mir auch schon gratuliert.

Auch heute wird ein Klettertag wovon ich noch nichts ahne, als ich um 8Uhr 20 den Platz verlasse.

Kurz darauf überquere ich die Doubs bleibe aber an Ihrer Seite. Irgendwann muss ich mich entscheiden zwischen der Umgehungsstraße, wie das Navi sagt, oder weiter dem Fluss folgend. Ich nehme Letzteres und werde umgehend mit schönen Ausblicken belohnt.

Ab hier geht es drei Stunden lang hoch erst sanft aber stetig, dann wird es steiler und steiler.

Tolle Felsformationen hat die Landschaft zu bieten.


Um12Uhr 35 wähne ich mich mit 706 m ü NN. auf dem höchsten Punkt für heute aber nach der Pause geht es noch auf 755 m ü NN.

Toller Ausblick und nun geht es auf der hügeligen Hochebene weiter, Tendenz bergab.


Kein Campingplatz in der Nähe da gebe ich ins Navi Hotel ein und das zweite auf der Liste passt.

Das Zimmer 106 im Hotel Relais de Franche Comte in Valdahon ist genau richtig. Da ich ja Namenstag habe lade ich mich zum Essen ein.


Tagesdaten: 73 Km / 5:30 Std. Zeit in Fahrt / 750 m Anstieg und 418 m Abstieg.




Donnerstag den 09.04.2026   Von Valdahon bis Camping de I`ile


Das gestrige Abendessen und auch das Frühstück waren schon besonders gut. Da ich mich ja zu meinem Namenstag eingeladen hatte, waren die 154,50 € Okay. Wie Wilhelm Esser zu sagen pflegte „ Man gönnt sich ja sonst nichts“

Um 7Uhr45 verlasse ich das empfehlenswerte Hotel.


Das häufige Auf und Ab geht heute munter weiter, doch mehr runterrollen ist heute Trumpf.

Ortseingang Besancon


Die mächtige  Zitadelle von Besancon ist schon von Weitem zu erkennen. Eine kleine Rundfahrt mit dem Rad durch die bezaubernde Altstadt lasse ich mir nicht nehmen.



Dann stell ich das Navi auf die nächste Stadt Dole ein. Bald treffe ich wieder auf zwei Bekannte, den Europa Radweg 6 und den Doubs.

Ist das Kunst oder kann das weg?


Hier im Doubs Tal und am Kanal gibt es 3 Campingplätze. Den ersten Platz, den ich anfahre, hat noch geschlossen. Der Zweite den ich von der Brücke erkennen kann, liegt direkt am Velo 6 und macht um 14 Uhr wieder die Schranke auf. Danach genieße ich den freien Nach Nachmittag.

Der schöne Platz liegt zwischen Doubs und Canal

Noch ist die Schranke unten.


Tagesdaten: 72 Km / 4:35 Std. Zeit in Fahrt / 424 m Anstieg und 951 m Abstieg.




Freitag, den 10.04.2026 vom Camping I´ile nach Camping Municipal de Bragny sur Saone

Bei lockerer Bewölkung und mit Freude im Herzen starte ich auf dem Euro Radweg Nr.6, in den 4. Radtag der zweiten Etappe.
Der Flussradweg leitet mich nach ein paar Kilometer in die Pampas, dafür bleibt es abwechslungsreich und wird nie langweilig.

Die markanten Umrisse der Stadt Doels kommen ins Blickfeld.

Und immer am Kanal entlang.

Blick auf Losne

Seit Tageskilometer 43 radele ich die Saone entlang. In der Stadt Seurre gibt es einen ALDI wo ich ein paar Lebensmittel einkaufe.

Jetzt kommt Farbe ins Spiel: Gelb, Grün, Blau

Um 15:00 Uhr am Camping Municipal de Bragny sur Saone steht geschrieben, das der Platz erst am 1 Mai öffnet. Macht nichts dafür ist er günstig (0,0 €) und ich habe Platz genug. Ich suche mir einen schönen Platz direkt neben der Boulbahn aus. Ja, wenn der Werner jetzt dabei wäre könnten wir eine Partie spielen.


Tagesdaten: 85 Km / 5 Std. Zeit in Fahrt /219 m Anstieg und 254 m Abstieg.




Samstag, den 11.04.2026 Von Bragny bis Tournus


Um sechs Uhr werde ich wach, es dämmert schon als ich zum morgendlichen Toilettengang schreite.
Frühstück bei aufgehender Sonne ist ja auch etwas was man zu Hause so nicht jeden Tag hat. Um 8:00 Uhr gebe ich meinem Norwid die Sporen und bin wie jeden Tag meiner Reise neugierig was der Tag bringen wird. Nachdem ich die Umleitung wegen Brückensperrung hinter mir habe finde ich bald den richtigen Weg.

Euro Nr. 6 la Voi Bleue

In der Großstadt Shalon frage ich ein Radlerpaar nach dem Weg. Der Mann begleitet mich ca. 3 Km bis ich auf dem richtigen Weg bin und fährt danach zurück zu seiner Frau.

Mein Held des Tages

In Richtung Ouroux und Tournus muss ich mich halten, bekomme ich noch mit auf dem Weg. Der gut ausgebaute Radweg, ehemalige Bahntrasse, verläuft Schnur geradeaus durch Wald und Feld. Dann zweigt die Route nach Tournus ab und führt nach einer Weile wieder auf den Radweg an der Saone entlang, nach Süden.

Ein schöner Platz lädt nach 3 Stunden Beinarbeit zu einer Pause ein.

Das war bestimmt mal ein Haus eines Flussfischers

Was es mit dem Plakat auf sich hat, könnte mein Freund Walter mal recherchieren.


Den Campingplatz der auch für heute auf meinen Plan steht, kann ich schon vom Radweg aus sehen. Doch zuerst muss ich meine Vorräte nachfüllen, da kommt mir der gut sortierte, Lidl Laden gerade recht. Da Regen und Gewitter angesagt ist und auch morgen ein Pausentag ansteht, buche ich für zwei Nächte ein Fass.

Bevor ich den Tagesbericht ins Schreibprogramm tippe, hängt die Wäsche schon auf der Leine. Danach koche ich mir ein Reisgericht.


Tagesdaten: 65 km / 4:05 Std. Zeit in Fahrt / 193 m Anstieg und 186 m Abstieg.




Sonntag, den 12.04.2026 Ruhe und Erholung in Tournus.


Nachdem ich ausgeschlafen bin, ein gutes Frühstück im Leib verspüre, ziehe ich mir die Regenjacke an und gehe runter an die Saone.

Da ist auch nichts los und es regnet, wie man bei uns im Rheinland sagt. "et Fisselt jans jod“

Gesehen auf dem Weg zur Touristik Info, wo ich eine Detailkarte vom Radweg bekomme.

Ein Showroom in einer ehemaligen Kirche

Ein tolles altes Tor

in der Altstadt

Da es immer noch regnet, mache ich mich auf den Weg nach Hause wo mein Hüttengeist auf mich wartet.

Ich habe gedacht, der hätte mal ein wenig aufgeräumt.


Jetzt hoffe ich das es wettertechnisch Morgen besser wird und ich nicht mit kompletter Regenmontur fahren muss.





Montag, den 13.04.2026  Von Tournus nach Trevoux


Mein  erster Gedanke heute Morgen, als ich die Augen öffnete: Wie ist das Wetter heute Morgen? So wie es aussieht, komme ich heute nicht um die komplette Regenmontur herum, mit Regenjacke, Hose, Überzug für die Schuhe und Regenhandschuhen. So müssen sich die Ritter gefühlt haben in ihren Rüstungen.

Es hört zwar zwischendurch mal auf, aber lange bleibt es nie trocken.

Hier in Macon hat man dem berühmten Sohn der Stadt, Alphonse Marie Louis de Lamartine, ein Denkmal erstellt.

Ich radele über die Brücke auf die andere Saone Seite. Der Uferradweg ist meist erdgebunden und bei Regen eine Pfützenlandschaft.

Alles paletti, Hauptsache ein trockener Pausenraum nach 3:08 Stunden Fahrzeit.

Kunst am Fluss


In der Stadt Trevoux gibt es einen großen Campingplatz mit Hütten und Bungalows. Da es wieder regnet, ist das für mich keine Frage.

Auf dem Camping Kanopee ist die Loge 184 mein Zuhause bis morgen früh.


Mein Freund Walter, ein Frankreich-Experte, macht mir Mut. Am Telefon sagt er mir, südlich von
Lyon, kommst du in unser Departement Drôme, das schönste Departement von Frankreich. Ab hier wird das Wetter wundervoll und auch der Rotwein. Deine Worte in Gottes Gehörgang.


Tagesdaten: 88 km/5:30 Std. Zeit in Fahrt/74 m Anstieg und 87 m Abstieg




Dienstag, den 14.04.2026  Von Trevoux nach St. Pierre de Boeuf

Blick zurück nach Trevoux, allein schon wegen des tollen Himmels.

Die Großstadt Lyon kommt in Sicht. Mein Freund Walter hatte mich ja vorgewarnt mit dem Mordsverkehr in Lyon. Er hatte nicht übertrieben. Aber wer schon wie ich durch die größte Stadt der Welt, Mexiko City, gefahren ist, kommt auch durch Lyon.

Das ist schon die Altstadt von Lyon

An der Mündung der Saône in die Rhône

Das scheint doch endlich der Rhone-Radweg zu sein. Im Supermarkt, wo ich den Proviant auffülle, kaufe ich auch eine Flasche Côtes-de-Rhône-Rotwein ein.

Jetzt ist es eindeutig, das ist das offizielle Schild mit dem Logo vom Rohne Radweg.

Das Hinweisschild zum Campingplatz, den ich mir für heute ausgesucht habe, sehe ich um 15:00 Uhr. Es war ein interessanter, aber auch anstrengender Radtag heute.


Tagesdaten: 90 km/5:30 Std. Zeit in Fahrt/241 m Anstieg und 277m Abstieg.




Mittwoch, den 15.04.2026  Von St. Pierre de Boeuf nach  Le Pozin


Ein strahlend blauer Himmel lenkt ein wenig vom kühlen Wetter ab. Daran ist der Nordwind schuld, doch ich liebe ihn, denn er ist mein Rückenwind.

Der Ort San Pierrede Boeuf in der Morgensonne

Das ist heute der erste Seitenwechsel, aber sicherlich nicht der letzte.

Departement Ardeche

Die nächsten Ziele

Ein Fahrrad Wohnmobil

Hier in der Stadt trägt ein Park seinen Namen. Charles Aznavour – eine vielseitige Persönlichkeit. Der armenisch-französische Chansonnier, Liedtexter und Komponist  war auch noch armenischer Botschafter in der Schweiz und ständiger Vertreter Armeniens bei den Vereinten Nationen. Weltweit hat er ca. 200 Millionen Platten verkauft.

Eine Blütenpracht


Der Campingplatz Munizipal de Scharmes hat geschlossen . Der nächste ist 40 km weiter, sagt man mir,

Gabi Hundert, rufe ich laut.

Erdgeschoss, Zimmer 9


Gegen 16 Uhr finde ich das Ibis Budget in Le Pouzin. Das gönne ich mir heute mal, zum Wildzelten habe ich keine Lust.


Tagesdaten: 104 km/6:30 Std. Zeit in Fahrt/269 m Anstieg und 234 m Abstieg.




Donnerstag, den 16.04. 2026 von Pouzin – Avignon


Das Frühstück im Ibis ließ keine Wünsche offen, sodass ich den neuen Radtag  gut gelaunt beginnen kann.

Um vom Ibis auf den Radweg zurückzukommen, muss ich zurück über die Rhonebrücke.

Heute geht es durch malerische Dörfer

Auch hier gibt es die Wolkenmacher

Auch früher wollten die Menschen schon hoch hinaus.

Eine Hängebrücke aus Stahl: immer nur eine Person

Durch die Rhone-Auenwälder

Auf den ersten Blick ein überdachter Radweg. Beim genaueren Hinsehen sieht man die Solarpaneele als Dacheindeckung und rechts vom Weg den Solarpark. Dann macht das Ganze einen Sinn.

Ich habe noch keine Station gefunden, wo es etwas zu saufen gab. Das ist aber das einzige Nachteilige, was ich über das Radnetz in Frankreich sagen kann.

Ausblick auf die Altstadt von Avignon durch den Zaun vom Campingplatz abgelichtet.
16:00 Uhr bin ich auf dem Campingplatz du Point a Avingnon


Tagesdaten: 122 km/7 Std. Zeit in Fahrt/295 m Anstieg und 335 m




Freitag, den 17.04.2026     Von Avignon bis Cornillon-Confoux

Heute wird ein sehr anstrengender Tag, nur weiß ich nichts davon, als ich um 8 Uhr 50 über die Brücke nach Avignon pedale.

Die Stadt haben wir, Fam. Leppers und  Fam. Mees, schon besichtigt, aber eine kleine Stadtrundfahrt mit dem Rad lasse ich mir nicht nehmen.

Die erste Bergwertung

Welch eine Blumenpracht

Marode Brücken gibt es nicht nur in Deutschland.

zweite Bergwertung für heute.

Sagenhafter Blick. Das Mittelmeer kann man sehen, wenn man gute Augen hat. 

Dann folgt eine rasante Abfahrt. Den ersten Campingplatz, den ich anfahre, gibt es nicht mehr, dann kann ich auch noch bis zum nächsten Ort pedalen und bei Lidl einkaufen. Auf dem Parkplatz bei Lidl nach dem Einkauf frage ich zwei Polizisten nach dem nächsten Campingplatz, der auch geöffnet ist. Camping Lapinede ca. 5,5 km entfernt, ist geöffnet. Ich mach mich auf die dritte Bergwertung gefasst, als ich die Richtung sehe. Oben angekommen hat der Platz noch geschossen und nur für Dauercamper geöffnet. Ich lasse mich aber nicht abweisen. Mit Bitten und Betteln bekomme ich eine Ecke, die noch frei ist, zugewiesen. Duschen sind noch in Takt. Der Chef vom Platz will auch kein Geld und gibt mir noch sein Passwort fürs Internet. Danke.

Mein Platz für heute. Geschätzt bin ich ca.30 km vor Marseille.


Tagesdaten: 96 km/6:10 Stdeit in Bewegung / 522m Anstieg und 449m Abstieg.