Juni 2021 Deutschland


Samstag den 05.06.2021

Walter schreibt:

Nach so langer Zeit der Radtouren Abstinenz sind wir, Gabi und Walter, bis in die Haarspitzen motiviert als Werner und Angelika uns auf der Boisheimerstraße verabschieden. Mit der S-Bahn überwinden wir die von uns schon des Öfteren geradelte Strecke Dülken – Köln und gelangen von der Domplatte über die Deutzer Brücke den rechtsrheinisch verlaufenden Radweg

Nach 36 km den Rhein entlang erreichen wir die Siegmündung und setzen mit der Fähre über auf das linke Ufer der Sieg  

Gabi an der Fähre

Gabi ist nicht nur heiß aufs Radeln, nein auch reißt sie mir den

Laptop aus der Hand um euch weiter

vom ersten Radtag unserer Tour zu berichten.

Hallo ihre Lieben. Was haben wir ein Glück, dass wir wieder radeln können und es bleibt auch den ganzen Tag trocken. Das Licht ist nicht so gut zum Fotografieren, weil es dunstig ist.

Den Siegradweg kennen wir beide noch nicht und er gefällt uns. Er ist wohl auch streckenweise sehr anstrengend wie wir es heute erleben können.

Unsere erste Pause halten wir in der Nähe von Siegburg um ca. 12:30 Uhr ab. An der frischen Luft schmeckt es besonders gut. Immer wieder schlängelt sich der Weg mal rauf und mal runter. Da wir noch ein kleines Päuschen brauchen, essen wir um ca. 16 Uhr noch etwas Obst.

Walter findet immer einen schönen Pausenplatz.  

Siegwasserfälle

Gut das wir uns nochmal gestärkt haben, weil es zu unserem Campingplatz mit 15% Steigung rauf geht. Walter kurbelt natürlich und hilft mir auch noch immer wieder beim Schieben. Die letzten 150 Meter kommt sogar der Camping-Besitzer und schiebt mir das Rad bis zum Platz. Es ist ein sehr schön gelegener Platz unter holländischer Leitung. Alles ist super gepflegt und was Leckeres zu Essen und zum Trinken gibt es auch.

Das hatten wir uns aber auch verdient.

Tagesdaten: 93 km geradelt in 6:30 Std.



Sonntag den 06.06.    Geburtstag von unserer Hanni

Walter schreibt.

Die erste Nacht mit neuem Daunenschlafsack und im neuen Zelt war super.

Unsere neue mobile Behausung ist ein wahres Raumwunder. In der vorderen Apside kann man bequem mit zwei Personen sitzen. In der zweiten Apside bekomme ich locker 5 Radtaschen verstaut und kann sie trotzdem noch als Eingang nutzen.

Kurz nach fünf Uhr bin ich wach. Zum Sanitärbereich gehe ich Barfuß über den nassen Rasen, was meinen Füßen sehr guttut. Kaffee und Müsli und die frische Luft sind wie Doping für uns. Nach sieben Stunden erholsamen Schlaf sind unsere Akkus wieder aufgeladen. Nicht die vom E-Bike, denn wir kurbeln ausschließlich mit Muskelkraft.

Die 15% Steigung die wir uns gestern zum Ende des Radtages noch hoch quälen mussten sind heute Morgen als erste Abfahrt ein Genuss

Der Dunst hängt schwer über den Siegtal und hat seinen eigenen Reiz

Ich die Gabi schreibe jetzt (Walter sind die Augen zugefallen). Der Siegradweg ist schon eine Herausforderung. Landschaftlich ein Gedicht und sehr abwechslungsreiche Wegführung. Mit kleinen Kindern würden wir ihn nicht empfehlen, weil einige Strecken an der Straße entlangführen und weil er oft sehr lange Strecken hochführt. Ich glaube dann geht den meisten Kindern die Motivation aus. Aber für uns ist er eine Herausforderung.

Unsere erste Pause halten wir an einer Bushaltestelle bei ca. 42 km ab.

Nach der Stärkung geht es weiter Richtung Siegen. Kurz vor Siegen sehen wir ein Café mit Außensitzplätzen. Nach all der Anstrengung schmeckt ein Kaffee mit Mohn-Quarkstreusel besonders gut.

Das haben wir uns verdient!!!

Bis Bad Laasphe werden wir es heute wohl nicht mehr schaffen.

Wir erreichen die Quelle der Sieg nach ganz viel hoch radeln und freuen uns auf eine rasante Abfahrt.

Dabei merkt Walter, dass seine Schaltung einen Defekt hat. Er vermutet und hofft, dass nur ein Seilzug gerissen ist. Im Lahnhotel in Laasphe-Feudingen werden wir sehr freundlich begrüßt. Unsere Räder dürfen drinnen stehen und das feuchte Zelt kann zum Trocknen ausgelegt werden. 100 m von hier gibt es eine Radwerkstatt wo wir morgen früh hoffentlich schnell Hilfe bekommen. Mittlerweile fallen auch mir die Augen zu. Also schlafen wir alle jetzt erstmal eine Runde.

Tagesdaten: 105 km in einer Fahrzeit von 9:09 Std., dabei 988 m hoch und 766 m runter geradelt.



Montag den 07.06.2021

Es ist 20:00 Uhr, ich sitze vor dem Zelt und tippe den folgenden Text ins Schreibprogramm während Gabi unter der Dusche steht.

Ausgeschlafen und gut erholt von den gestrigen Strapazen sitzen wir um viertel nach Acht am reichlich gedeckten Frühstückstisch.

Meine Gedanken kreisen um die defekte Schaltung. Das gleiche Problem hatte ich schon mal in Nepal, was man dort auch mit Anleitung aus dem Internet reparieren konnte. Auf dem Weg zum Fahrradladen probiere ich aus, ob sich das Rad mit einem 8mm Maulschlüssel an der Seilbox schalten lässt. Es ist möglich, so können nur die Schaltzüge defekt sein. Der Fahrradladen hat Montag´s geschlossen also müssen wir es in Bad Laasphe versuchen. Ich stelle den 10ten Gang ein und als die Räder bepackt sind, verlassen wir Feudingen und rollen bergab nach Bad Laasphe. Den Radladen, den uns die nette Wirtin vom Hotel genannt hatte, finden wir auf Anhieb. Doch hier kann man oder will man mir nicht helfen. Man sei nicht auf Rohloff eingestellt und hätte dafür auch kein Werkzeug, sagt man mir. In Nepal am Ende der Welt wo man noch nie eine Rohloffschaltung gesehen hat, konnte man die Zugseile erneuern, und hier bei ihnen im Fahrradfachgeschäft geht das nicht, erwidere ich auf die Absage. Dreh mich um und gehe.

Wir fahren weiter, bleiben aber auf der Hauptstraße um eine Werkstatt aufzufinden.

Vor dem Sport Balzer

In kleinen Ort Wallau werden wir fündig. Der Chef vom Sportgeschäft Balzer kann mir helfen und macht sich gleich an die Arbeit.

Das ist ein Fachbetrieb, das kann man schon an der Werkstatt erkennen. Nach einer halben Stunde sind die Züge ausgetauscht.

Ich bedanke mich für die schnelle und gute Arbeit. Der Chef meint es sei für ihn einfach normal, durchreisenden Radlern direkt zu bedienen. Als Tipp für Radler wer hier vorbeikommt und Hilfe braucht“ Hier werden sie geholfen“

Gabi kommt gerade vom Duschen dann gehe ich mich regeln und sie schreibt weiter.

Gabi schreibt: Wir sind so froh, dass Walters Rad wieder in Ordnung ist und fahren beschwingt an den Lahn-Radweg. Übrigens er ist sehr gut beschildert, die Wege sind meistens schön breit und man könnte ihn auch gut mit Kindern fahren. Im Gegenteil zum Siegtal ist das Lahntal viel breiter. Unsere erste Pause halten wir um 12:45 Uhr, nach ca. 25 km an einem schönen Rastplatz mit Dach ab. Es nieselt leicht und wir sitzen im Trockenen aber nicht auf dem Trockenen. Wir haben ja unseren Tee dabei.

Blick auf die Lahn

Der Radweg schlängelt sich so durch die schöne Landschaft. Wir sehen viele Wildblumenfelder. Das gefällt uns und sicher den Bienen auch sehr gut.

Universitätsstadt Marburg

In Marburg ist richtig was los. Eine sehr eindrucksvolle Stadt mit einer schönen Altstadt.

Um 17:10 Uhr rollen unsere Räder auf den Campingplatz Lahnblick bei Lollar. Klein aber fein. Vorher haben wir im Dorfladen eingekauft, weil wir uns heute selber was kochen. Ach Mist jetzt fällt mir ein das ich meinen Thermomix nicht mithabe. Naja dann müssen wir eben mit dem Campingkocher zaubern.

Ein leckeres Essen ist schnell zubereitet.

Tagesdaten: 82 km, 5:05 Std Fahrzeit, 104m hoch und 838m runter geradelt



Dienstag den 08.06.2021

Walter an der Feder:

Vor dem Zelt sitzend, mit einer guten Flasche Rotwein und einer Zartbitterschokolade ließen wir gestern den schönen Radtag ausklingen.

Heute Morgen ist es angenehm warm und wir Frühstücken draußen. Das Zelt ist trocken obwohl der Campingplatz direkt an der Lahn liegt.

Da es bis Wetzlar nur 33 km sind, verlassen wir den Platz um viertel vor neun.

Gabi an der Feder:

Weiter geht es an der Lahn und durch viel Wiesen und Auen.

An der Lahn

Walter von oben

Da wir sehr zügig vorankommen, machen wir eine Pause kurz vor Wetzlar. Wir haben uns für Mittag angekündigt und haben noch Zeit.

Um 11:15 Uhr trudeln wir bei Annette und Valentin ein

Die Wiedersehensfreude ist groß.  

Tagesdaten: 33km, 2:15 Std. Fahrzeit, dabei 87 m hoch und 83 m runter



Mittwoch den 09.06.2021

Nach einem guten Abendessen, welches Annette und Gabi zubereitet haben, vergeht der Abend, bei Wein, Bier und guten Gesprächen, wie im Flug. Um kurz nach eins oder war es doch zwei Uhr, gingen wir, so vernünftig wie wir halt sind, zu Bett.

Nach ein paar Stunden Tiefschlaf schälen wir uns den Betten und treffen uns alle wieder zum Frühstück im Esszimmer.

Es war eine schöne Zeit hier bei euch Annette und Valentin. Wir sagen danke für eure Gastfreundschaft und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen vielleicht in Dülken.

Annette, Valentin und die Radträumer

Die heutige Strecke führt uns über den Lahnradweg zurück bis nach Kleinlinden. Weiter über Watzenborn, in die Bierstadt Lich. Hier wird das Lichterbier gebraut.

Typisches Haus

Bei Herrn Aldi stocken wir unseren Proviant auf und kurze Zeit später finden wir in Hungen einen schattigen Platz zum Pausieren.

Gabi schreibt: Diese Ecke von Deutschland kennen wir beide noch nicht und sind ganz angetan von der schönen Landschaft.

Von unseren Navis geleitet fahren wir durch die Orte Langd und Ulfa. Danach strampeln wir das Niddatal hoch bis kurz vor dem Stausee. Zwei kühle alkoholfreie Weizen erfrischen unsere durstigen Kehlen und geben uns für die restlichen zwei km hochkurbeln die nötige Energie.

leckere Erfrischung

Auf dem Campingplatz zum Nidda-Stausee spulen wir als eingespieltes Team unser Programm ab: Walter Zelt aufbauen; Gabi Liegematten aufblasen und Schlafsäcke zum Lüften rauslegen; Walter Kaffee kochen; Gabi duschen; Walter Zelt nochmal besser abspannen (weil sich ein Gewitter ankündigt); Gabi kochen. Apropros kochen: es gibt heute Nudeln mit Fleischbällchen in Tomatensoße, verfeinert mit gedünsteten Zwiebeln, Knoblauch und frischen Tomaten. Noch einen Schuss Balsamiko-Essig und drei Esslöffel Frischkäse und unser Essen schmeckt uns einfach köstlich. Es wird uns Kraft geben für die Kletterpartie morgen.

Gabi beim Kochen

Tagesdaten: 62,4 km in 4:45 Std., dabei 501 m hoch und 397m wieder runtergefahren, aktuelle Höhe 243 m ü NN.



Donnerstag den 10.06

Heute stehen wir früh auf, damit wir zeitig auf der Straße sind. Es wird anstrengend. Um 7:30 Uhr rollen wir vom Platz. Die Sonne lacht und wir haben angenehme 17 Grad. In Schotten biegen wir auf die 276 ab. Die Straße vor Eschenrod ist gesperrt. Die netten Straßenarbeiter sagen uns aber, dass wir es bis zum Fahrradweg noch schaffen können. Also nichts wie los und wir schaffen es auch noch.

Der Bahnradweg Hessen nach Grebenhain

Wir sind hier bei 20,2 km und sind auf 500m ü NN. Einen km weiter wird gerade asphaltiert. Glück gehabt.

Der Weg ist sehr schön und es gibt genug zu schauen. Bei 31 km finden wir eine schöne Pausenbank mit Tisch und wir halten unser 2. Frühstück ab. Wir bleiben auf dem Radweg bis Vaitsheim. Hier wechseln wir auf die Straße. Sie führt uns überAltenschlirt, Schlechtenweg, Stockhausen, Müs, Bimbach bis nach Fulda.

Blick auf Fulda

Nach 73 km rollen wir durch die Altstadt und gönnen uns alkoholfreies Weizen und jeder einen Salat. Die ständige Kletterei hat unsere Kalorien verbraucht.

Pause in Fulda

Ab Fulda ist die Straße sehr stark befahren. Es geht weiterhin hoch. Um 17:45 Uhr beschließen wir in Poppenhausen ein Zimmer zu nehmen. Der Campingplatz ist noch ca. 14 km und viel hoch strampeln von uns entfernt.

Im Gasthof zu Stern finden wir ein Zimmer und leckeres Essen.

Tagesdaten: 92 km in 7:30 Std., dabei 1011 m hoch gekurbelt und 456 m wieder runter.



Freitag den 11.06.2021

Walter schreibt:

Um 7Uhr 30 hat der nette Wirt vom Gasthof Stern für uns das Frühstück fertig. Gute Tipps für die Route, zwei Äpfel und zwei Fläschchen Kräuterschnapps gibt er uns mit auf den Weg als wir uns verabschieden.

Von Poppenhausen geht es ohne Umschweife hoch in den Rothoser Wald.

Blick zurück

Schiebung

Rechts unterhalb der Wasserkuppe führt uns der Weg ins Tal nach Gersfeld. Erneuter Anstieg über Rodenbach, Hohe Hütte, Frankfurter Hütte bis zur Schwedenschanze. Ab hier können wir die fantastische Abfahrt auf dem Rad-Fernweg R1 nach Bischofsheim genießen. Im Ort Schönau legen wir eine Pause ein.


Oma und Opa schauen uns zu.

Anschließend radeln wir über Bad Neustadt an der Saale nach Königshofen. Hier ist der tägliche Einkauf fällig. Von Bad Königshofen nehmen wir die Route nach Hassfurth am Main. Kurz vor dem Ort Althausen liegt rechts vom Weg eine Grillhütte. Idealer Platz zum Campieren. Der Bauer der gerade vorbei kommt, gibt uns die Genehmigung. Walter darf auch bei der Tochter des Bauern unsere Wasservorräte auffüllen.

Alles ist da was man braucht und das Wetter ist auch fantastisch. Gerade denke ich, dass ich mich gleich mal was erfrische an dem kalten Wasser, da kommt schon die Tochter des Bauern mit ihrem Hund hoch und lädt uns zum Duschen und Essen ein. Die Dusche nehme ich dankend an, schnappe mir meine Sachen und begleite die Tochter zu ihrem Haus. Hier wird noch mächtig umgebaut.

Das Essen lehnen wir dankend ab, weil wir die Taschen voll mit Vorräten haben. Frisch geduscht und guter Dinge wandere ich wieder den Weg hoch zu unserer „Alten Berghütte“. Wir kochen uns ein leckeres Essen und genießen die göttliche Ruhe.

Tagesdaten: 76 km in 6:15 Min FZ, 643 m hoch und 816 m runter.



Samstag den 12.06.

Gabi schreibt:

Wir haben sehr gut geschlafen und lassen uns vom Vogelgezwitscher wecken.

Das Frühstück lassen wir uns gut schmecken. Müsli sogar mit frischen Erdbeeren, die wir von der netten Tochter des Bauern geschenkt bekommen haben. Um 8:50 Uhr rollen unsere Räder wieder bepackt mit uns in den schönen Tag hinein. Immer mal wieder gibt es einige heftige Anstiege, so dass ich auch ab und zu schieben muss.

Und wieder geht es Berg hoch!

Unsere Navis leiten uns durch einen Wald. Es ist wunderschön zu fahren. Wir sind noch ganz begeistert da hört der Weg plötzlich auf. Walter kundschaftet die Gegend aus und findet einen fast zugewachsenen Pfad. Aber erstmal müssen wir quer durch den Wald die Räder etwas Bergab Schieben. Einfach kann ja jeder. Langsam wird der Pfad wieder ein richtiger Weg und wir können weiter radeln.

Waldbaden

Bei Haßfurt gelangen wir an den Main. Nun plagt uns beiden ein Hüngerchen und so halten wir unsere erste Pause in Zeil am Main nach 43 km.

Ein schöner Pausenplatz

Und weiter geht es über den Main-Radweg Richtung Bamberg. Eigentlich wollten wir ja noch unsere Freunde Walli und Roland in Kronach besuchen aber durch die Probleme an Walters Fahrrad haben wir einen Tag verloren. So passte es leider nicht mehr in unseren Zeitplan. Seid uns nicht böse ihr Lieben, wir kommen euch ein anderes Mal besuchen.

Ab hier beginnt der Main-Donau-Kanal, der uns jetzt ein Stück begleiten wird. Nun ist Bamberg schnell erreicht.

Bamberg

Richtig viele Menschen tummeln sich in der schönen Stadt. Wir schlängeln uns schnell dadurch um zu unserem Campingplatz zu kommen. Den Platz „Insel-Camping“ erreichen wir um 16:30 Uhr.

Tagesdaten: 76,3 km in 6 Std. Fahrzeit, dabei 402 m hoch und 476 m runter



Sonntag den 13.06.2021

Walter schreibt: 

Dunst steigt hoch als ich um kurz nach 5 Uhr zur Sanitäranlage gehe. Zurück am Zelt macht Gabi sich auf den Weg und ich bereite das Frühstück zu. Wir sind schon ein eingespieltes Team. Jeder weiß was er zu machen hat. So schaffen wir es heute schon um 7:40 Uhr auf der Straße zu sein.

Radschilder

Gabi in Fahrt

Der Radweg verläuft teils zwischen Regnitz und Kanal und später direkt auf dem Treidelpfad am Main-Donau-Kanal entlang.

Brückenheiliger 

Am Kanal

Die Fahrt geht über Forchheim, Erlangen, Fürth bis zur schönen Stadt Schwabach.

Auf dem zauberhaften Marktplatz machen wir Obstpause und genießen das wunderschöne Wetter.  

Nach 6 Std. Fahrt, wir sind gerade in Roth, merken wir das unsere Kalorien verbraucht sind und wir machen Brotzeit. Frisch gestärkt geht es weiter.

Unsere Beine werden langsam schwer als wir um 17:30 Uhr das Waldcamp am Brombachsee erreichen.

Camp unter hohen Kiefern

Tagesdaten: 113 km in 7:50 Std. Fahrzeit, dabei 533 m hoch und 411 m runter



Montag den 14.06.

Walter schreibt:

Auch heute schaffen wir es wieder die kühleren Morgenstunden zu nutzen und treten um 7:45 Uhr in die Pedale.

Ellingen

Über Ellingen gelangen wir in die mittelalterliche Stadt Weissenburg.

Stadttor von Weissenburg

Anschließend pedalen wir ein Stück auf dem erdgebundenen Altmühltal-Radweg. Mal an den Bahngleisen entlang, dann wieder durch Wald und Feld, Berg auf und Berg ab. Eine kraftraubende aber nie langweilige Angelegenheit.

Für den Fotografen finden sich immer wieder interessante Motive.

Sowie diese „Brandholzhütte“, da war echt ein Künstler am Werk

Über Treuchlingen, Möhren, Gundelsheim, Mohnheim, Kaisheim erreichen wir Donau Wörth.

Donau Wörth

Hier wird auch die Suche nach Gaspatronen mit Erfolg gekrönt.

Wir überqueren die Donau und kurbeln über eine Nebenstrecke über die Dörfer. Oberndorf, Norddorf, Meitingen nach Langweid, wo wir den Lech sehen und überqueren.

Das Kiesbett vom Lech

Die Anstrengung und die Hitze des Tages haben uns wohl ganz schön zugesetzt. Nur so ist es zu erklären, dass wir uns wegen einer Navigations-Angelegenheit in die Wolle kriegen. Naja „Gewitter reinigt die Luft“ wie man sagt.

Um 18:15 Uhr lenken wir unsere Drahtesel auf den „Campingplatz am Lech“. In dem schattigen Biergarten, direkt an der Rezeption, löschen wir unseren Durst mit alkoholfreiem Weizenbier und essen uns die Falten aus dem Gesicht, wie mein Freund Herbert zu sagen pflegt.

Tagesdaten: 109 km in 7:50 Std., dabei 673 m hoch und 611m runter geradelt



Dienstag den 15.06.

11. und letzte Etappe Dülken-Rott am Lech

Gabi schreibt:

Gestern Abend wurden wir von den Fröschen in den Schlaf gequakt. Nach über 7 Stunden radeln, hält einem das aber nicht vom Schlafen ab. Um 8:15 Uhr verlassen wir bei Traumwetter den schönen „Lech-Campingplatz“. Bald schon geht es durch Augsburg und nach 19 km erreichen wir den Lech.

Die perfekte Welle

Der Lechufer-Radweg verläuft meist hinter dem Deich und ist sehr abwechslungsreich. Einige Streckenabschnitte führen durch kleine Wälder und sind auch bei warmem Wetter sehr angenehm zu fahren.

Lechufer-Radweg

Nach 39 km finden wir einen schattigen Pausenplatz mit Tisch und Bank. Ich hänge mein Handtuch zum Trocknen in die Sonne. Als wir wieder losfahren, lege ich das Handtuch auf die Packtasche und vergesse es einzupacken. Nach ein paar Minuten Fahrt hören wir Rufe hinter uns. Ein Radlerpaar winkt mit meinem Handtuch. Danke das war sehr aufmerksam und total nett, sonst wäre mein Handtuch wohl jetzt weg. Die schöne Stadt Landsberg erreichen wir um ca. 13 Uhr.

Lechfall

Landsberg

Auf dem Marktplatz erfrischen wir unsere durstigen Kehlen mit alkoholfreiem Weizenbier. Das letzte Stück unseres heutigen Weges verläuft an der rechten Lechseite vorbei, hoch in den Schlegelwald. Als wir den Wald verlassen, geht uns das Herz auf. Am Horizont erkennen wir schon sehr gut die Alpenkette.

Als halbe Tiroler jubeln wir einfach vor Glück

Letzter Anstieg vor Rott

Um 15:30 Uhr erreichen wir Rott.

Wir haben unser Ziel erreicht.

Pünktlich zur Kaffeezeit trudeln wir bei Hendrik ein. Der Tisch ist schon reichlich mit leckeren Sachen gedeckt und wir haben uns viel zu erzählen. Lisa sehen wir erst morgen, weil sie noch beruflich in Brixen zu tun hat.

Tagesdaten: 79 km in 5:50 Std. Fahrzeit, 470 m hoch und 192 m runter. Aktuelle Höhe 686 m ü NN



Mittwoch 16.06. (Ruhetag in Rott)

Gabi schreibt:

Heute und morgen wollen wir unseren Muskeln mal etwas Ruhe gönnen. Walter hat von Ingo ein Paket zugeschickt bekommen und wechselt Fahrradkette und Ritzel. Ich gehe erstmal mit Hendrik und Ruby eine kleine Runde und beschäftige mich dann mit der Schmutzwäsche. Spätnachmittag kommt Lisa von ihrer Geschäftsreise zurück und wir sind bei Lisas Familie zum Grillen eingeladen.

Die Oma Traudel, die am Sonntag ihren 80. Geburtstag gefeiert hat, lernen wir auch kennen.

Es ist ein wunderschöner Abend  

Wir merken sehr schnell dass die Chemie zwischen uns allen stimmt.

Danke nochmal an Birgit und Helmut ihr habt uns sehr verwöhnt mit leckerem Essen, gutem Wein und interessanten Gesprächen. Wie schön dass wir uns endlich mal kennenlernen konnten.



Donnerstag 17.06. (Ruhetag in Rott)

Walter macht heute noch den Ölwechsel bei seiner Rohloff-Schaltung und danach kaufen wir Proviant im Ort für unsere morgige Weiterfahrt. Heute ist es besonders schwül. Ruby leidet sehr bei solchem Wetter. Darum fährt Hendrik nachmittags mit uns zum nahegelegenen Eibenwald. Dort ist es kühl und schattig. Ruby kann sich in dem herrlichen Wasser abkühlen.

Am heutigen Abend gibt es zum Abschied selbstgemachte Pizza von Lisa und Hendrik. Wir werden also rundherum verwöhnt.

Einfach saulecker die Pizza

Jetzt freuen wir uns echt auf die zweite Etappe der Radreise.